Plantarfasziitis: Wenn die Ferse beim Laufen schmerzt
Morgens aus dem Bett – und der erste Schritt tut unter der Ferse weh. Dieses Muster kann zu einer Plantarfasziitis passen. Mit angepasster Belastung und gezieltem Training lässt sich die Behandlung aktiv unterstützen.

Was steckt hinter dem Fersenschmerz?
Die Plantarfaszie ist ein kräftiges Band an der Fußsohle, das das Längsgewölbe unterstützt. Bei einer Plantarfasziitis schmerzt häufig der Bereich unter der Ferse, teilweise bis in das Fußgewölbe. Typisch sind Beschwerden bei den ersten Schritten nach dem Schlafen oder längerem Sitzen. Sie können zunächst nachlassen und nach längerem Stehen, Gehen oder Laufen wieder zunehmen.
Das Muster ist ein Hinweis, aber keine sichere Diagnose. Auch andere Erkrankungen oder Verletzungen können Fersenschmerzen auslösen.
Quelle: NHS: Symptome und erste Maßnahmen bei Plantarfasziitis.
Welche Maßnahmen helfen können
Druck und Umfang anpassen
Reduzieren Sie lange Läufe und langes Stehen, wenn die Beschwerden dadurch zunehmen. Gut passende, angenehm gedämpfte Schuhe können entlasten. Vermeiden Sie vorübergehend Barfußgehen auf hartem Boden, wenn es schmerzt.
Aktiv bleiben
Schwimmen kann eine Alternative sein, solange der Fuß dabei nicht schmerzt. Kühlen mit einem in ein Tuch gewickelten Kühlpack kann kurzfristig angenehm sein; es ersetzt den Belastungsaufbau nicht.
Zu einem Behandlungsprogramm gehören häufig gezielte Dehnungen der Fußsohle und Wade sowie Krafttraining für Fuß und Sprunggelenk. Einlagen können ergänzend infrage kommen, sollten aber nicht die einzige Maßnahme sein. Bei ausgeprägtem morgendlichem Anlaufschmerz kann die behandelnde Fachperson eine Nachtschiene erwägen.
Quelle: JOSPT/APTA-Leitlinie „Heel Pain – Plantar Fasciitis“, Revision 2023.
Drei Übungen als Einstieg
Die Beispiele sind für fachlich eingeordnete Plantarfaszienbeschwerden gedacht. Üben Sie ruhig und im verträglichen Bereich. Bei stechendem Schmerz oder einer anhaltenden Verschlechterung stoppen Sie die Übung und lassen sie anpassen.
- Fußsohle sanft dehnen: Legen Sie im Sitzen den betroffenen Fuß über das andere Knie. Ziehen Sie die Zehen vorsichtig in Richtung Schienbein, bis ein sanfter Zug in der Fußsohle entsteht.
- Wade an der Wand dehnen: Stützen Sie sich an einer Wand ab, ein Bein steht hinten. Lassen Sie dessen Ferse am Boden und verlagern Sie das Gewicht langsam nach vorn. Dehnen Sie nur angenehm, ohne zu wippen.
- Kontrolliertes Fersenheben: Halten Sie sich an einer stabilen Fläche fest, heben Sie beide Fersen und senken Sie sie langsam wieder. Umfang und späterer Widerstand werden an Ihre Belastbarkeit angepasst.
Quelle: NHS Bexley: Übungen für Fuß und Wade.
Wann sollten Fersenschmerzen untersucht werden?
Nach einer Verletzung, bei einem Knacken, plötzlicher starker Schwellung oder wenn Sie nicht auftreten können: Lassen Sie den Fuß dringend ärztlich untersuchen. Diese Zeichen passen nicht zu einer unkomplizierten Selbstbehandlung.
Lassen die Beschwerden trotz angepasster Belastung innerhalb von etwa zwei Wochen nicht nach, kehren sie regelmäßig zurück oder treten Taubheit und Kribbeln auf, ist eine Untersuchung sinnvoll. Bei Diabetes sollten neue Fußbeschwerden früh abgeklärt werden.
Quelle: NHS: Fersenschmerzen und Warnzeichen.
Ihr nächster Schritt – mit einem passenden Plan
Nach der medizinischen Abklärung begleiten wir Sie mit Laufanalyse, individuellem Training und Beratung. Die folgenden Angebote lassen sich passend zu Ihrer Situation auswählen.

Laufanalyse
Wir betrachten Ihren Laufstil in Videoaufnahmen und besprechen, wie Belastung und Bewegung zu Ihrem aktuellen Trainingsstand passen.

Personal Training
Persönlich angeleitete Übungen und ein Aufbau, der zu Ihnen passt. Fuß- und Wadentraining können nach fachlicher Abklärung gezielt eingebunden werden.

Trainingsplanung
Lauftraining, ergänzende Übungen und Erholung in einem Plan: Gemeinsam stimmen wir den Umfang auf Ihre Ziele und Ihre aktuelle Belastbarkeit ab.

Passende Laufschuhe
Videoaufnahmen aus der Laufanalyse können Sie in die Schuhberatung bei City-Sport-Rostock mitnehmen. Medizinisch erforderliche Einlagen werden fachlich abgeklärt.

Ernährungsberatung
Eine alltagstaugliche Ernährung passend zu Ihrem Sport: Wir besprechen Ihre Gewohnheiten und Ziele und entwickeln daraus konkrete nächste Schritte.

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Unser ergänzendes Mietangebot für zu Hause. Ob die Anwendung zu Ihrer Diagnose passt, klären Sie vorab mit Ihrer behandelnden Fachperson.
Häufige Fragen
Ist ein Fersensporn dasselbe wie Plantarfasziitis?
Nein. Ein Fersensporn ist eine knöcherne Veränderung. Er kann auch ohne Beschwerden vorkommen. Ob er im konkreten Fall mit den Schmerzen zusammenhängt, lässt sich nicht allein am Röntgenbild ablesen.
Muss ich sofort neue Einlagen kaufen?
Nicht automatisch. Die Auswahl richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem Untersuchungsergebnis. Einlagen können einen aktiven Behandlungsplan ergänzen; Fuß- und Wadentraining bleiben eigenständige Bausteine.